audiovisual autonomy

audiovisual autonomy

The kinoki intersection Vienna is part of a political cinematic network under construction since the 1920... This is an arrangement of information regarding film, projection, discussion, reflection and production which also offers some links to other Kinoki intersections.

audiovisuelle selbstbestimmung

Der Kinoki Knotenpunkt Wien ist Teil eines cineastisch-politischen Netzwerks, an dem seit den 1920er Jahren gebastelt wird... Hier finden sich Informationen zu Film- Projektionen, Diskussionen, Reflexionen und Produktionen sowie links zu anderen Kinoki-Knotenpunkten.


programmarchiv


mikrokinos programmarchiv seit februar 2004

★☆✩✭

Cine Memoria

16.–20. Juli 2012
Ein Filmprogramm von KINOKI und Papayamedia zum Internationalen Amerikanist_innen Kongress (ICA) in Wien.
Alle Vorführungen im NIG, Universitätsstraße 7, 1010 Wien, Eintritt frei.

Un programma de cine por KINOKI y Papayamedia para el Congreso Internacional de Americanistas (ICA) en Viena.
Toda exhibición en el NIG, Universitätsstraße 7, 1010 Wien, Entrada libre.
Programmación en español 

Alle Vorführungen im NIG (Neues Institutsgebäude, Universitätsstraße 7)

Montag, 16.7. um 20 Uhr

La Cinemateca del Tercer Mundo
 


Filmstill: LIber Arce, liberarse
La bandera que levantamos
Uruguay 1971, 6 min, Cinemateca del tercer Mundo, Regie: Mario Jacob und Eduardo Terra,
Me gustan los estudiantes
Uruguay 1968, 6 min, Regie: Mario Handler
Liber Arce, liberarse
Uruguay, 1969, 10 min, Regie: Mario Handler
C3M
Uruguay, 2011, 62 min Regie: Lucia Jacob
OmenglUT 
In den Sechziger Jahren gründeten Cinephile in Montevideo die „Cinemateca del tercer mundo“, die sich mit Filmprojektionen und – produktionen in die politischen Kämpfe einmischte. Lucia Jacob bat 40 Jahre später die Initiatoren darum, sich zu erinnern und die Werke von damals, wie La bandera que levantamos zu kommentieren. Die Kurzfilme Me gustan los estudiantes und Liber Arce, liberarse gestaltete Mario Handler damals für die Cinemateca del tercer mundo.
In Anwesenheit von Mario Handler

Dienstag, 17.7. um 20 Uhr

Black Power Mixtape (1967-1975)
Schweden/USA 2011, 94 min.OenglmdtUT Drehbuch: Göran Hugo Ollson
Ollson montiert heute alte Aufnahmen der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die zwischen 1967 und 1975 vom schwedischen Fernsehen gemacht wurden, zu einer sehenswerten Geschichte der Black Power Bewegung.

Mittwoch 18.7. um 18 Uhr

Der Heimwehträger –Neunzig Minuten mit Fritz Kalmar. Eine Freundesgabe
Ö 2011, 90 min, Regie: Erich und Libertad Hackl
Erich Hackls Hommage an den Wiener Dichter Fritz Kalmar, der  als Jude verfolgt, vor den Nazis nach Bolivien, dann Montevideo floh.
In Anwesenheit von Erich Hackl

Mittwoch 18.7. um 20 Uhr
Visa al paraiso

Mexiko 2011. 108 min. Regie: Lillian Liberman. OmenglUT
Der mexikanische Generalkonsul in Frankreich, Gilberto Bosques, konnte mit mexikanischen Visa zehntausende Verfolgte vor der Verschleppung in nationalsozialistische Konzentrationslager oder Ermordung durch das Francoregime retten. Lillian Lieberman sprach mit  dem hundertjährigen Don Gilberto und vielen jüdischen, kommunistischen, republikanischen EmigrantInnen - darunter Friedrich Katz.

Donnerstag 19.7. um 20 Uhr, 

El Lugar más pequeño
El Salvador/Mexiko 2011, 109 min Regie: Tatiana Huezo Sánchez. OmenglUT
Selten hat es ein Film geschafft, Kriegstraumata so unspektakulär und so widerständig, so einfühlsam und verständig nachzuerzählen.Die Filmemacherin lässt sich auf den Rhythmus der ProtagonistInnen ein und entspannt so einen filmischen  Raum, in dem die Seelen der Gestorbenen und die Überlebenden des salvadorenischen Bürgerkriegs einander begegnen

Freitag, 20.7. um 18 Uhr

Todo Berlin está en tus ojos - Ganz Berlin ist in Deinen Augen
Erinnerungen an Otto René Castillo. DDR/1979, 27 min, Regie: Karlheinz Mund
Karlheinz Munds Portrait  des guatemaltekischen Dichters und Revolutionärs Otto René Castillo, der 1954 nach dem Putsch gegen Arbenz fliehen musste und in Leipzig und Ostberlin studierte.
La isla – archivos de una tragedia
Guatemala/Deutschland 2009, 85 min, Regie: Uli Stelzner. (Original spanisch mit engl. UT)
Filmstill: La Isla
Im Jahre 2005 wird nach einer gewaltigen Explosion in der Hauptstadt von Guatemala zufällig das geheime Archiv der Nationalpolizei gefunden, Millionen von Dokumenten, die Beweismaterial sind zur Aufklärung  des Völkermordes durch Armee, Polizei und US-amerikanische Helfer und Berater, dem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hunderttausende Menschen zum Opfer fielen.
Einer der Protagonisten des Filmes, Nim Alae alias Lucio Yaxón Guarax, indigener Aktivist und Rapper, der auf  Kakchikel performt, musste 2010 Guatemala verlassen, nicht zuletzt wegen seiner Mitarbeit bei der Aufarbeitung des Archives.
Nim Alae in: La Isla
 In Anwesenheit von Patrice Castillo und Nim Alae.
Anschließend rappt Nim Alae im Arkadenhof der Uni Wien.



 ***

kinoki mikrokino #192
Montag, 4. Juni 2012, 19:00 Uhr 
EINE FRAU – EIN JAHRHUNDERT

One woman – One century (Jedna žena - jedan vek)
R: Želimir Žilnik, 2011, 110 min, OmenglUT

Želimir Žilniks neuester Dokumentarfilm begleitet die hundertjährige Dragica Vitolović Srzentić auf einer Reise nach Moskau, wo sie 1948 Stalin die diplomatische Note überbracht hatte,  mit der Tito die Unterwerfung unters sowjetische Kommando verweigerte. Die Zeitzeugin, die  als Partisanin gegen die Nazis gekämpft hatte, aber in den 50ziger Jahren als Dissidentin in Haft saß, läßt ein Jahrhundert jugoslawischer Geschichte Revue passieren.

Anschließend Diskussion mit  Želimir Žilnik.

 ***

kinoki mikrokino #191
Donnerstag 3. Mai 2012, 19:00 Uhr 

VON BULLEN UND BÄREN
Da der Finanzmarkt Rezensionen fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser, ziehen es Banker vor, in solchen Fällen von Bären-Märkten zu sprechen. Kursgewinne heißen dementsprechend Bullen-Märkte. An diesem Abend werden unterschiedliche Finanzmechanismen anhand von zwei Video-Arbeiten von Oliver Ressler untersucht.


The Bull laid Bear
R: Zanny Begg und Oliver Ressler, 2012, 24 min.
Der Film macht sich über einige Rechtfertigungen für Bankenrettungen und Sparpakete lustig und untersucht, wie es Regierungen in den Vereinigten Staaten und anderen Staaten wie Irland gelang, eine Bankenkrise in eine Haushaltskrise zu transformieren. „The Bull Laid Bear“ hinterfragt unseren kollektiven Glauben an die Finanzmärkte und beschäftigt sich mit der zunehmenden wirtschaftlichen Krise in Europa.

Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt, What comes Next?
R: Oliver Ressler, 2010, 19 min.
Im Bazar „Bangladesh“ in Jerewan, der Hauptstadt von Armenien, versuchen täglich mehr als 1000 Personen als HändlerInnen ihr Überleben zu meistern. Im Film erzählen die Kaufleute von ihrem Kampf ums Überleben in der Krise eines post-sozialistischen Staates, in dem der Großteil aller Fabriken geschlossen und das soziale Sicherheitsnetz aufgelöst wurde. 

Anschließend Diskussion mit Oliver Ressler.

 ***

kinoki mikrokino #190
Donnerstag 19. April 2012, 19:00 Uhr 

DER TÜRKISCHE TOD UND DAS KURDISCHE MÄDCHEN
2011 hat Erdogan die Schraube der Repression gegen die kurdische Opposition angezogen. Über 5000 Menschen sitzen wegen ihrer politischen Gesinnung in türkischen Gefängnissen. Die Türkei ist das Land, in dem weltweit die meisten JournalistInnen wegen unliebsamer Berichterstattung inhaftiert sind. Je mehr sich die Spielräume für legale politische Arbeit schließen, umso mehr junge Leute schließen sich der Guerillabewegung an, die seit 1984 gegen den türkischen Staat kämpft und 1993 eine eigene Frauenarmee gegründet hat.

Guerilleros in den kurdischen Bergen
R: Stefano Savona, 2006, 80 min, OmdtU
Eine Gruppe junger Guerillero/as durchquert Kurdistan auf dem Weg zu ihrem Einsatz in der Türkei. Dabei besuchen sie die Frauenakademie, in der auch Männer geschlechtspolitisch geschult werden.


Bêrîtan
R: Halil Uysal (Halil Dağ) D.: Beritan Dersim, Jinda Baran, Ömer Harran, Mehmet Emin, Dersim Zerevan, uva. 2006, 150 min, OmdtU.
Ein in den kämpfenden Einheiten entstandener Spielfilm über die als Märtyrerin verehrte Kommandantin Gülnaz Karatas, Guerillaname Beritan, die sich 1992 im Bruderkrieg zwischen irakischen und türkischen KurdInnen von einem Felsen stürzte, um nicht den Feinden in die Hände zu fallen.

Nach dem ersten Film Diskussion mit kurdischen AktivistInnen

***

kinoki mikrokino #189
Donnerstag 15. März, 19:00 Uhr

DIE UNSICHTBARE HAND DES MARKTES
In der gegenwärtigen Finanzkrise wird täglich erneut das „Vertrauen der Märkte“ beschworen und der Politik scheint es längst selbstverständlich, alles zu unternehmen, um die „Märkte“ zufrieden zu stellen. Aber woraus bestehen diese Märkte, wer sind ihre Akteure und wie funktionieren sie?
The Corporation 
R: M. Achbar und J. Abbott, Can. 2003, 144min. englisch
Die Dokumentation untersucht Aufstieg und Funktion von Kapitalgesellschaften als einer der beherrschenden Institutionen unserer Zeit. In zahlreichen Interviews mit CEO‘s und ihren KritikerInnen (z.B.: Noam Chomsky, Naomi Klein, Howard Zinn und Vandana Shiva) wird das Psychogramm transnationaler Konzerne entworfen. Das Wirtschaftsmagazin The Economist urteilte über den Film: „The Corporation ist ein überraschend rationaler und intelligenter Angriff auf die wichtigste Institution des Kapitalismus.“
Anschließend Gespräch mit CEO und Netzwerkanalytiker Harald Katzmair

***

kinoki mikrokino #188
Donnerstag 16. Feber, 19:00 Uhr
GIFT UND GENE
Patente auf genetisch veränderte Nahrungsmittel und die damit verknüpfte zunehmende Monopolisierung der Lebensmittelproduktion haben einen bedeutenden Anteil an der weltweiten Verelendung der Landbevölkerung und der drastischen Situation der Welternährung. Dieser Abend geht der Rolle eines wichtigen Global Players der Saatgutproduktion nach.
Die Welt nach Monsanto
R: Marie-Monique Robin, F/Can. 2008, 109min. OmdtUT

Auf der Basis exklusiver Dokumente und Zeugenaussagen von Opfern, WissenschafterInnen und Politikern rekonstruiert dieser Film die Entstehungsgeschichte des Industrieimperiums Monsanto, das durch eine Serie von Täuschungen, Druckmitteln und Bestechungsversuchen zum größten Saatguthersteller der Welt geworden ist.
Anschließend Gespräch mit Herwig Schuster, Greenpeace, Experte für gentechnologisch veränderte Organismen


***
kinoki mikrokino #187
Donnerstag 19. Jänner, 19:00 Uhr
THEATERMACHER
Thomas Bernhard, der Theatermensch schlechthin, fand in Österreich seine totale Volkskomödie. Was passiert, wenn diese bittere Komödie in einen anderen gesellschaftlichen Kontext übersetzt wird? Im Mikrokino wird die Möglichkeit einer Übersetzung Bernhards nach Mexiko diskutiert.

Die Theatermacher – Juan José Gurrola spielt Thomas Bernhard

R: Gin/i Müller, Edwarda Gurrola, Nils Olger, A/Mx. 2009, 54min. OmdtUt.
Die Theatermacher ist ein dokumentarischer Video-Essay über Thomas Bernhard in Mexiko und den mexikanischen Regisseur Juan José Gurrola. Interviews und Archivmaterial sind zu einem einfach komplizierten Porträt der beiden Theatermacher montiert. Thomas Bernhard: „Wir existieren nur / wenn wir sozusagen / der Mittelpunkt der Welt sind.“
Anschließend Gespräch mit Gin/i Müller

***
 
kinoki mikrokino #186
Donnerstag, 15. Dezember, 19:00

NICARAGUITA, BLUME DES BEGEHRENS
50 Jahre nach der Gründung der Sandinistischen Befreiungsfront FSLN wird die nicaraguanische Revolution und die Solidarität mit ihr durch die Prismen zweier filmischer Erinnerungen betrachtet:

Aquellos Años / Jene Jahre
R: [Enrique Polo D'Keratry 1983] La Tercera Puerta 2007, 50 min., Nic., OmdtU.
Nach dem Triumph der FSLN 1979 begann das Sistema Sandinista de Television mit den Dreharbeiten für ein Revolutionsepos: Eine Erzählung von Mario Benedetti, Dokumentarbilder der Schlussoffensive und ein revolutionäres Theaterkollektiv waren die Komponenten der mehrstündigen Erstfassung. 2007 bat der Regisseur das Kollektiv La Tercera Puerta um eine Kurzversion - Revolutionserinnerungen mit Verfremdungseffekten.
Einmal mehr als nur reden
R: Anna Katharina Wohlgenannt, 2010, 72 min, A., dt.
Die Brigade Februar 34 brach 1984 aus Solidarität mit der sandinistischen Revolution von Österreich nach Nicaragua auf. Aus der Idee, die FSLN zu unterstützen, wurde ein Erlebnis, das körperliche Arbeit und handwerkliche Fähigkeiten in den Vordergrund stellte. 25 Jahre danach fragt Anna Katharina Wohlgenannt die TeilnehmerInnen der Brigade, was sie in Nicaragua gesucht haben und montiert daraus einen Film über Engagement, Ernüchterung und die bis heute anhaltende Sehnsucht nach einer anderen Welt. Zum Filmtrailer in YouTube...
Gespräch mit Anna Katharina Wohlgenannt 

***
kinoki mikrokino #185
Donnerstag, 17. November 2011, 19:00 Uhr
DAS PROBLEM IST MEINE FRAU (Calle Overweg, D 2003, 52 min.)

Männer, die ihre Frauen schlagen und Rat suchen in der Therapie, stehen im Zentrum der Versuchsanordnung, die dieser "gespielte Dokumentarfilm" präsentiert. Die Therapeuten sind wirkliche Therapeuten, die Täter jedoch Schauspieler, die Sitzungen inszeniert. Die Aussagen der Männer sind sorgfältig erfunden, auf der Basis von ausführlichen Recherchen. Die Laborsituation im Studio ist offensichtlich, der Filmemacher bisweilen im Bild. Doch die Inszenierung bewirkt eine präzisere Analyse von als "männlich" eingelernten Reaktionsmustern als das ein voyeuristischer Blick auf Täter je vermöchte.
Anschließend Diskussion mit Melek Köse, Soziale Diversity Managerin und  Referentin für Interkulturalität und Kommunikation und Romeo Bissuti, Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe, White Ribbon Österreich, Männerberatung Wien, MEN Männergesundheitszentrum. Zum Filmtrailer in YouTube...

***
transhonduras
Samstag, 5. Nov, 19:00
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Honduras-Delegation, KINOKI, der Rosa Lila Villa, TransX und Papaya Media Association im Topkino, statt Eintritt freiwillige Spenden. 
Esperandola / Awaiting her

(Honduras 2010, 15 Minuten, Regie: James Joint, Original Spanisch mit englischen UT)

Ein Kurzfilm, der einen kleinen Kreis durch Tegucigalpa zieht und dabei einem Schuhputzerbuben, einem Wirtschaftswissenschafter und einem Sexarbeiter begegnet. Die großen Tragödien werden nur gestreift. Man sieht nur ein kleines Stückchen davon. Aber vielleicht gerade deshalb denkt man nachher umso intensiver darüber nach. Awaiting her im Netz

En mis tacones / Auf meinen High-Heels
(Honduras 2011, 30 Minuten, Regie: Fernando Reyes, Original Spanisch mit deutschen UT)

Fernando Reyes ist Gründer der NGO ""Diversitätsbewegung im Widerstand". Sein Film zeigt in eindringlicher Weise die Situation von Transsexuellen in Honduras, ihren Alltag zwischen Diskriminierung, eigener Identitätsfindung, Sexarbeit als Überlebensstrategie und schließlich: die zunehmenden Morde an der Lesbian, Gay, Trans und Bi (LGBT) Community seit dem Putsch 2009. En mis tacones auf dem blog von Fernando Reyes
Anschließend Diskussion mit Fernando Reyes.

 

 

***

kinoki mikrokino #184
Freitag, 14. Oktober 2011, 19:00

ROMA IN SERBIEN
Einige Blicke auf einige Probleme der Roma in Serbien. Wer hat Lösungen? Woran scheitern sie?
 
Pretty Dyana
R: Boris Mitić, Belgrad 2003, 45 min. OmdtUt.
Aus dem Kosovo vertriebene Roma versuchen in Belgrad zu überleben, in dem sie alte Citroen Diana und 2CV zu Kleinlastern umbauen. Doch die Fahrzeuge, die aus dem Elend führen sollen, finden keine Gnade vor den Augen der Polizei. Der Film ist der serbischen Zeitung Politika zufolge "die am häufigsten raubkopierte Doku des Balkans". Boris Mitić auf Dribbling Pictures

Gazela - Temporary Shelter from 100 to 500 Years
R: Saša Barbul, Vladan Jeremić, Sali Kadrijaj, Rena Raedle, Serbien, 2009, 25 min.
Einer der wenigen Filme von Roma über Roma: Das junge Team macht sich auf die Suche nach den aus Belgrad vertriebenen Roma der Siedlung unter der Gazela-Brücke. Und findet sie: Sie wurden verschleppt in entlegene Gegenden und menschenunwürdige Behausungen. Was allerdings verschwunden bleibt, sind die staatlichen Fördermittel, die eigentlich der Unterbringung der Gazela- Familien gewidmet wurden.....
Anschließend Gespräch mit Sascha BarbulSascha Barbul im Roma Media Archive

***

kinokis mikrokino #183
Donnerstag, 16. Juni, 20:00

LOOKING BACK AT GENOVA
Die Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua im Juli 2001 markierten einen Bruch in der Entwicklung der globalisierungskritischen Bewegung. Die tödlichen Schüsse eines Carabinieri auf den jungen Carlo Giuliani und das brutale Vorgehen der Polizei lösten einen Schock aus. Zehn Jahre danach sind endlich auch die Verfahren gegen AktivistInnen der "VolxstheaterKarawane" von der italienischen Justiz eingestellt worden. Der Abend ist der audiovisuellen Erinnerung und Reflexion dieser Ereignisse gewidmet. Was bedeuten Sie im Rückblick? Wo sind wir jetzt? Lisbeth Kovacics Kurzfilm "genua, november 2006" kehrt an den Ort zurück und verbindet im Gespräch zweier Stimmen persönliche Erinnerungen mit politischer Reflexion. "Get Rid of Yourself" des Künstlerkollektivs "Bernadette Corporation" ist ein Videoessay, der - 2003 entstanden - die Ereignisse von Genua bereits in der Perspektive der Post-9/11-Welt betrachtet. Beide Filme setzen sich vom medialen Spektakel "Genua" ab durch ein filmisches Nach-denken, das dort beginnt, wo Bilder und Töne getrennt und dann neu zusammengesetzt werden.

genua, nove
mber 2006
R: Lisbeth Kovacic, 2011, 12 min, dt.
Get Rid of Yourself
R: Bernadette Corporation, 2003, 61 min, engl.
Gespräch mit Lisbeth Kovacic.


***

kinokis media activism #2
Freitag, 20. Mai, 19:00

THE YES MEN FIX THE WORLD
The „Yes Men“ ist eine US-amerikanische Gruppe von Medienaktivisten, die seit den frühen 1990er Jahren mit spektakulären Aktionen (Fälschung der WTO Website, Fälschung einer Ausgabe der New York Times mit der Bekanntgabe des Endes des Irak-Kriegs, etc.) auf sich aufmerksam gemacht haben. In der Tradition der Kommunikationsguerilla geben sie sich als Repräsentanten internationaler Konzerne oder Institutionen aus und karikieren mit übertriebenen Forderungen auf Konferenzen deren Ziele. Sie selbst bezeichnen dies als „Identitätskorrektur“ - “identity correction“. Bei ihrer ersten Aktion tauschten sie die Sprach-Elektronik von Barbie- und G.I. Joe-Puppen gegeneinander aus und stellten sie zurück in die Geschäfte. Sie veröffentlichten dann eine Erklärung im Namen der „Barbie Liberation Organization“.
Die beiden Dokumentationen porträtieren mit unterschiedlichen filmischen Mitteln die Strategien und Aktionen der Yes Men und geben Einblick in ihre Vorbereitung und Durchführung.
The Yes Men Fix the World
R: Andy Bichlbaum, Mike Bonnano, Kurt Engfehr, USA/F/GB 2009, 90 min, engl.
The Yes Men 
R: Dan Ollman, Sarah Price, Chris Smith, USA 2003, 80 min., engl.
Gespräch mit Klaus Schönberger, Kulturwissenschaftler und Autor, Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK); Publikationen: "VaBanque. Bankraub - Theorie. Praxis. Geschichte", "Komm herunter, reih Dich ein - Kleine Geschichte der Protestformen" (Hg. gem. mit Ove Suttner).
Eine Veranstaltung des TFM - Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien in Kooperation mit kinoki.
Am 19. Mai 2011 beginnt die zweitägige Veranstaltung mit einem Gastauftritt der „Yes Men“ am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Raum und Uhrzeit werden rechtzeitig bekannt gegeben (Organisation: Andrea Seier).

***
kinokis mikrokino #182
Dienstag 10. Mai, 19:00

KULTUR DES TODES IN EL SALVADOR
In El Salvador sitzt der Tod ständig mit am Tisch. In einem Land mit nur 6 Millionen EinwohnerInnen, werden täglich 15 Menschen ermordet. Der spanisch-französische Filmemacher Christian Poveda begleitete Angehörige der Mara 18, eine der bewaffneten Jugendbanden, die sich inzwischen zu kontinentalen Mafiaorganisationen entwickeln konnten und die einen Großteil der Ermordeten, aber auch der MörderInnen stellen. Zwei Jahre lang arbeitete Poveda an seinem Portrait einer verlorenen Generation, die sich selbst auslöscht. Nach der Fertigstellung gab es Unstimmigkeiten und Mitglieder der Mara 18 erschossen im September 2009 den Regisseur.
In seinem Dokumentarfilm „Entre los muertos“ analysiert Jorge Dalton die Omnipräsenz des Todes in El Salvador als eine Erscheinung, die nicht nur Schicksal ist und Effekt politischer Verhältnisse, sondern auch Ausdruck einer Kultur des Todes, nach deren Wurzeln Dalton sucht.

La Vida
loca
Das verrückte Leben, Christian Poveda, F/Mex/E 2008, 90 min
Entre los muertos
Inmitten der Toten, Jorge Dalton, El Salvador 2006, 60 min
In Anwesenheit von Jorge Dalton.
Moderation: Tina Leisch



***
kinokis mikrokino #181
Donnerstag, 21. April, 19:00

BILDER ZU DEN EREIGNISSEN IN TUNESIEN, ÄGYPTEN, …
Die Revolten in mehreren arabisch-sprachigen Ländern schufen offene Situationen, deren Entwicklung niemand absehen kann; scheinbar unvorhersehbar kommt die Revolution immer "zu früh" oder "zu spät". Straub/Huillet gaben 1981 einem Film diesen Titel, in dem Aufnahmen aus Ägypten mit Texten aus "Klassenkämpfe in Ägypten" von Mahmoud Hussein (Maspéro, 1969) verbunden wurde. Wie spiegelt sich die Kette von Ereignissen, die seit Beginn des Jahres das Gesicht der "arabischen Welt" verändert, in Filmen? Der Abend präsentiert ältere, neue und ganz neue Filme, Videos und YouTube-Streams, die historische Gründe, soziale Verhältnisse, aktuelle Selbstverständnisse und Erfahrungen in Tunesien, Ägypten, Jemen, Libyen, … sichtbar machen.

Zu früh, zu spät (Top tôt, trop tard)
R: Jean-Marie Straub, Danièle Huillet, Frankreich/Ägypten 1981, 105 min
u.a. Filme
Das detaillierte Programm mit Filmtiteln und Gästen folgt per E-Mail.



***

kinokis mikrokino #180/1
Do, 17. März 2011, 19:00

DIE PALÄSTINENSISCHE FILMEMACHERIN ULA TABARI علا طبري - PRIVATE INVESTIGATION I
In "Private Investigation" richtet die palästinensische Filmemacherin Ula Tabari den Blick auf die palästinensische Bevölkerung in Israel, 20-25% der israelischen Bevölkerung. Aus ihrer Wahlheimat Paris kehrt Tabari kurz vor dem israelischen Unabhängigkeitstag, dem palästinensischen Tag der Naqba, der Katastrophe, in ihre Geburtsstadt Nazareth zurück. Sie spricht mit ihren Eltern, mit FreundInnen, mit Menschen auf der Straße über die Frage, was dieser Tag für sie bedeutet. Sie alle haben die israelische Staatsangehörigkeit und sind gleichzeitig palästinensisch. Mit Private Investigation gibt sie eine Innenansicht aus einer Bevölkerungsgruppe, die bei allen Verhandlungen über Lösungsmodelle für den Konflikt zwischen Israel und Palästina nahezu ignoriert wird.


Private Investigation
F/D 2002, Ula Tabari, 85 min, DVD, OmdtU
Gespräch mit Ula Tabari (Paris)



***

kinokis mikrokino #180/2
Fr, 18. März 2011, 19:00

DIE PALÄSTINENSISCHE FILMEMACHERIN ULA TABARI علا طبري - PRIVATE INVESTIGATION II
"Jinga" bezeichnet eine Grundfigur des Capoeira, einer afro-brasilianischen Kampf- und Tanztechnik. In diesem von Sklaven entwickelten Kampfstil sind Angriff und Verteidigung nicht zu unterscheiden. Ulla Tabari setzt in "Jinga48" die in "Private Investigation" begonnene Recherche fort. Aus der Generation der Kinder sind nun selbstbewusste, Capoeira übende Teenager geworden, die die filmische Forschung nach palästinensischen Identitäten in Israel und ihrer historischen Wurzeln in den Jahren 1948 und 1976 nun selbst übernehmen.


Jinga48
Palästina/Qatar 2009, Ula Tabari, 76 min, DVD, OmeU
Gespräch mit Ula Tabari (Paris).
Ula Tabari wurde 1970 in Nazareth geboren und lebt seit 1998 in Paris. Arbeit am Theater und Filmproduktion, Filmschauspielerin, u.a. in Filmen von Elia Suleiman. [Mit freundlicher Unterstützung von MA7 - "interkulturell"]

***

kinokis mikrokino #179
Do, 17. Februar 2011, 19:00

FEBRUAR 34: TRÄNEN STATT GEWEHRE

Tränen statt Gewehre 
A 1983, Karin Berger/Elisabeth Holzinger/Lotte Podgornik/Nadja Trallori, 30 min, DVD
“Im Goethehof hat es dann geheißen: Ein jeder hat seine Waffen! Jetzt haben sie das Bad aufgehaut, die Mauer vom Bad, eine bestimmte Stelle. Da waren drinnen vier Revolver und zehn Gewehre! Und 170 Mann sind dagestanden zum Kampf bereit. Kannst du dir das vorstellen! Das war so deprimierend, dort bin ich so fertig gewesen. Jetzt hab ich gesagt, na das war alles umsonst! Die haben alle nicht kämpfen können. Es hat nicht Stadlau kämpfen können, es hat nicht Kagran kämpfen können. Weil wenn das gemeinsam losgegangen wär, Ottakring und mit allem, das wäre ja etwas Anderes gewesen.” (Anni Haider in "Tränen statt Gewehre")
Anschließend Gespräch mit Karin Berger und Elisabeth Holzinger.

Die Kameraden des Koloman Wallisch
A 1983/84, Michael Scharang, 90 Min., VHS
"Koloman Wallisch, steirischer Nationalratsabgeordneter und Bürgermeister von Bruck a. d. Mur, zählt zu den Märtyrern des Februar 1934. Wenige Tage nach dem Beginn der Kämpfe wurde er am 19.2.1934 von der Dollfuß-Regierung gehenkt. Seine Person ist der Ausgangspunkt für Michael Scharangs Spielfilm. Scharang erzählt von alltäglichen Schicksalen, von Menschen, die in den Sog der Ereignisse gerissen werden. Der Werk-zeugmacher Viktor ist - wie alle Mitglieder seiner Familie - überzeugter Sozialist. Die Liebe zwischen ihm und der im bürgerlichen Milieu aufgewachsenen Arzttochter Paula droht an der Zuspitzung der politischen Situation zu zerbrechen." (filmladen)

***

kinokis mikrokino #178
Do, 20. Jänner 2011, 18:00 (Frühere Beginnzeit!)

WUNDKANAL / UNSER NAZI
Ein alter Mann wird entführt und von seinen Kidnappern verhört. Dabei wird die Biografie eines Massenmörders freigelegt. Der Achtzigjährige war als einer der obersten SS-Führer für die Ermordung von Tausenden von Menschen in der Sowjetunion verantwortlich und "Erfinder" einer infamen Liquidationstechnik der Nazis: des fingierten Selbstmords politischer Gefangener. Thomas Harlan, der kürzlich verstorbene Sohn des Nazipropagandisten Veit Harlan, begnügte sich in 'Wundkanal' nicht mit der Rekonstruktion der Geschichte dieses Schreibtischtäters, sondern zieht darüberhinaus Linien vom Nationalsozialismus bis zum Bau der Hochsicherheitstrakte im Stammheimer Gefängnis.
Robert Kramer drehte seinen eigenen Film über Harlans provokatives Projekt: Notre Nazi (Unser Nazi) dokumentiert die Dreharbeiten zu Wundkanal, einem sozialen Experiment, in dem Kinder von Opfern und Täter auf einen wirklichen Täter treffen und das über den fiktiven Prozess in Wundkanal hinausweist. "Das Thema ist heillos, die Filme sind es noch mehr. Man kann Harlans Film nur verstehen, wenn man Kramers Film gesehen hat, und hat man beide gesehen, dann versteht man nichts mehr. Denn Kramer, der so tut, als dokumentiere er nur, denunziert in Wahrheit den Denunziator Harlan. Es ist, als wäre jene Ermordung der 11.000 Juden, an der Filbert beteiligt war, ein Fluch, der noch jene verwirrt und blind macht, die sie verarbeiten wollen." (Ulrich Greiner, Die Zeit 14.9.1984)

Wundkanal
D/F 1984, Thomas Harlan, 107 min, DVD
Notre Nazi
F/D 1984, Robert Kramer, 116 min, DVD
Einführung: Studierendengruppe (TFM)

***

kinokis mikrokino extra
Di, 18. Jänner 2011, 18:00

BLACK AUDIO FILM COLLECTIVE


The Knowledge of the Archive: Politics, Film and Memory
Filmscreening und Diskussion
Die von Black Audio Film Collective von den frühen 1980er bis Mitte der 1990er Jahre produzierten experimentellen Dokumentarfilme zählen zu den wichtigsten filmischen Arbeiten in der Auseinandersetzung mit Schwarzer Geschichte in Britannien und darüber hinaus. Vor dem Hintergrund der Arbeitskämpfe und Aufstände, auf die sie sich beziehen, bilden die Filme ein Archiv über Fragen politischer Repräsentation, Geschichte und Erinnerung. Teil der filmischen Praxis war von Anfang an eine Diskursbildung, die in die Cultural Studies Departments oder die Postcolonial Studies hineinwirkte. Was bedeutet dieses widerständige Wissen heute in Zeiten seiner Kommodifizierung in Universitäten, Museen und Kinos, während gleichzeitig etwa eine Auseinandersetzung mit Schwarzer österreichischer Geschichte marginalisiert und negiert wird?
Einleitung von Sophie Goltz (Kuratorin, Berlin) und Therese Kaufmann (eipcp, Wien)
Handsworth Songs
R: Black Audio Film Collective, UK 1986, 60 min
The Genome Chronicles
R: John Akomfrah, UK 2009, 33 min
Diskussion mit John Akomfrah, David Lawson (Smoking Dogs Films / Black Audio Film Collective, London)

Veranstaltung in englischer Sprache.
Im Rahmen der Ausstellung Notes on Memories (IG Bildende Kunst) und des Projekts creating worlds (eipcp); in Kooperation mit LUX (London) and Kinoki (Wien).

***

kinokis mikrokino #177
Dienstag, 21. Dezember 2010, 19:00
UKAMAU – KONTINUITÄT RADIKALER FILMARBEIT IN BOLIVIEN
Heute gilt Bolivien als Vorzeigebeispiel für überall auf der Welt in Gang befindliche Dekolonialisierunsprozesse. Die derzeitige "Entrümpelung" des kolonialen Erbes – vom Schulsystem bis zur Staatsverfassung – hat eine bewegte und umkämpfte Vorgeschichte. Juan Ismael Saavedra Menacho, der Gast des Abends, kann davon aus erster Hand berichten: Er war Aktivist der nationalen Befreiungsbewegung und Mitglied der Anfang der 60er Jahre gegründeten Filmgruppe "Ukamau". Heute lehrt er visuelle Anthropologie und produziert Dokumentarfilme. Sein jüngster Film "80" unternimmt eine Rekonstruktion des Staatsstreichs 1980, der ihn damals selbst ins Exil zwang. Der vom Grupo Ukamau mit Betroffenen inszenierte Spielfilm "Yawar Mallku - Das Blut des Kondors" denunzierte 1969 die Praxis von Zwangssterilisierung indigener Frauen und bildet ein emblematisches Beispiel für das militante Kino Lateinamerikas.

Yawar Mallku - Das Blut des Kondors
Bolivien 1969, Regie: Jorge Sanjinés, Prod.: Grupo Ukamau, 74 min, OmU
80 (Achtzig)
Bolivien 2010, Regie: Ismael Saavedra, 70 min, OmU

***
kinokis mikrokino #176
Donnerstag, 18. November 2010, 19:00
DIE ZEITLICHKEIT VON ZEICHEN. ISRAEL IN FILMEN VON CHRIS MARKER UND DAN GEVA

Als Chris Marker 1960 Israel mit der Kamera bereiste, betrachtete er das Sichtbare als Zeichenlandschaft: Er entzifferte Zeichen und Chiffren, um aus deren Deutung Fragen zur Zukunft des jungen, utopisch anmutenden Staates zu formulieren. Sein nach einer Erzählung Kafkas benannter Essayfilm "Beschreibung eines Kampfes" ("Description d'un combat") diente fast 50 Jahre später dem israelischen Regisseur Dan Geva als Ausgangspunkt für "Description of a Memory", in dem Markers Film zu einem Medium für die Konfrontation einer vergangenen Zukunft Israels mit einer Gegenwart wird, die Kafkas Welten immer ähnlicher sieht.

Beschreibung eines Kampfes
Chris Marker, F/Israel 1960, 59 min, dt. Version
Description of a Memory
Dan Geva, Israel 2006, 80 min, OV mit engl. UT
Einführung: Peter Grabher, kinoki

***
kinokis mikrokino #175
Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19:00
"WILDE MINZE" – DIE GEGENWART DER VERGANGENHEIT

Am 23. Dezember 1944 werden am NS-Volksgerichtshof acht Todesurteile vollstreckt. Unter den Ermordeten ist auch die Villacher Kommunistin Maria Peskoller. Ihre Tochter, die damals knapp 16-jährige Helga Peskoller, entgeht einer Anklage und überlebt. 2009 portraitiert die Dokumentation "Wilde Minze" die Jugendliche von damals und zeigt in behutsamen Einstellungen, wie sie zu den verstörenden Bildern eine Sprache gefunden und gelernt hat, das Leben zu lieben. Der Film rekonstruiert unaufdringlich die bewegenden und sehr persönlichen Lebenserinnerungen Peskollers: dem Schmerz zum Trotz, den Nazis zum Trotz, ihrer Mutter zuliebe.

„Wilde Minze“, A 2009, 85 min, Regie/Kamera/Schnitt: Jenny Gand, Interview/Recherche/Produktion: Lisa Rettl
Anschließend Diskussion mit den Filmemacherinnen Lisa Rettl und Jenny Gand.
Aktuelle Spieltermine:
Salzburg: 05.11.-11.11.2010, Elmo Kino, www.elmokino.at
Klagenfurt: 05.11-07.11.2010, Volkskino, www.volkskino.com
Wels: 08.11.-16.11.2010 und 21.11.2010, ProgrammKINO Wels, www.servus.at/programmkino
Krems: 10.11.2010, Kino im Kesselhaus, www.kinoimkesselhaus.at
Linz: 12.11.-18.11.2010, Moviemento/City Kino, www.moviemento.at
Wien: 24.11.-02.12.2010, Top Kino, www.topkino.at
Ebensee: 02.12.2010, Kino Ebensee, www.kino-ebensee.at
Graz: 03.12.-16.12.2010, Filmzentrum im Rechenbauerkino, www.filmzentrum.com
Alle Kinos bieten außerhalb der regulären Spieltermine nach Vereinbarung
auch Vorstellungen für Schulklassen an.

***
kinokis mikrokino #174
Dienstag, 22. Juni, 20:00
ŽELIMIR ŽILNIK: THE OLD SCOOL OF CAPITALISM

Serbien in der Zeit der postkommunistischen Transformation. Der durch die kriminellen Privatisierungen verwüstete Mikrokosmos des globalen Kapitalismus. Die Überreste des zerschlagenen Proletariats versuchen, ihre Rechte zu erkämpfen. Žilniks Dokudrama mixt die dokumentarischen Aufnahmen von Streiks mit fiction: Ein Unternehmer, der sich weigert, seine Arbeiter auszuzahlen, wird von einer Gruppe Anarchisten entführt. Die Erpressung scheitert. Der Kapitalismus hat abermals den Sieg davongetragen – dank der nackten Gewalt. Was lernt man also in der alten Schule des Kapitalismus? Ein Arbeiter im Film fasst die erste Lektion in einem einzigen Satz zusammen: „Wenn du nicht kämpfst, wirst du gar nichts bekommen.“ Warum müssen wir es immer wieder erneut lernen?
The Old School of Capitalism
Serbien 2009, Regie: Želimir Žilnik, 122 min., DVD, OmenglU
Anschließend Boris Buden, Philosoph, im Gespräch mit Želimir Žilnik.
eipcp discursive lines im Rahmen von Creating Worlds, http://creatingworlds.eipcp.net

***
kinokis mikrokino #173
Donnerstag, 17. Juni, 20:00
KLIMAWANDEL – DAS ZEITALTER DER DUMMEN

Franny Armstrongs ökoaktivistisches Dokudrama "The Age of Stupid" zeichnet ein ziemlich apokalyptisches Bild der Konsequenzen der globalen Klimaerwärmung: In der Zukunft des Jahres 2055 sind weite Teile der Erde unbewohnbar. In einem metallenen Turm in der Arktis lebt ein alter Mann (Pete Postlethwaite), der anhand von visuellen Bruchstücken aus der Vergangenheit – unserer Gegenwart – erzählt, wie es zur ökologischen Katastrophe kam und sich fragt, weshalb nichts unternommen wurde als dies noch möglich war. Der Film wurde durch "Crowd Sourcing" finanziert, über den geringen CO2-Verbrauch der Filmproduktion gibt der Abspann Auskunft und die Premiere des Films fand im September 2009 in einem solarbetriebenen New Yorker Kino statt.
The Age of Stupid
GB 2009, Regie: Franny Armstrong, Prod.: Lizzie Gillett, 89 min., DVD, OmdtU
Anschließend Gespräch mit Klaus Radunsky, Klimaexperte am Umweltbundesamt, Teilnehmer am Internationalen Klimaprozess (UNFCCC, IPCC).

***
kinokis mikrokino #172
Freitag, 21. Mai 2010, 19:00
RADIO ALICE. FILME & KOMMENTARE

In den 1970er Jahren verwandelte sich Italien in ein soziales Laboratorium, in dem Medienexperimente eine entscheidende Rolle spielten. Kurz vor der Ankunft des Privatfernsehens, das heute unter Berlusconi eine TV-Diktatur ausübt, ließ ein Netzwerk von lokalen, „freien“ Radiostationen das staatliche Monopol über den Äther zusammenbrechen. Anfang 1976 begann in Bologna ein junges Radiokollektiv aus den „ehrwürdigen, himmlischen, erhabenen“ Studios von Radio Alice zu senden: Eines Morgens wünscht eine sanfte Frauenstimme – mit indischer Musik im Hintergrund – den Hörern einen guten Morgen und fordert sie auf im Bett zu bleiben. „Eine Einladung an euch, heut morgen nicht aufzustehen, mit jemandem im Bett zu bleiben, euch Musikinstrumente zu bauen und deleuzianische Maschinen.“

Alice é in Paradiso
I 2002, Regie: Guido Chiesa, 77 min., DVD, dt. Übers. live eingesprochen
u. a. Videomaterial aus Bologna 1977.
Kommentare von Franco Berardi „Bifo“, Enrico Palandri, Maurizio Torrealta und Klemens Gruber.
In Kooperation mit TFM – Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien

***
kinokis media activism #1
Donnerstag, 20. Mai 2010, 19:00
RADIO ALICE. 33 YEARS AFTER

Präsentation der Neuausgabe von
Klemens Gruber, Die zerstreute Avantgarde. Strategische Kommunikation im Italien der 70er Jahre, Wien: Böhlau 2010
„Als würden sie ein anthropologisches Ritual ausführen, hat die Mehrheit der bologneser Jugendlichen beschlossen, sich nackt auszuziehen, Gesicht und Körper zu bemalen wie Wilde bei einer Initiationszeremonie, Grammatik und Syntax zu vergessen, die bekannten Wörter in Anagramme zu verwandeln, in Versen zu sprechen, auf die frühesten Zustände der Vergangenheit zu regredieren und sich die avanciertesten Zukunftsszenarien auszudenken, alle Sprachen der Welt zu verwerfen, um sie neu zu erfinden, weil alle Sprachen der Welt schon längst versagt hatten.“ Maurizio Torrealta im Vorwort zur italienischen Ausgabe L’Avanguardia inaudita, Genua 1996

Der Autor im Gespräch mit
Maurizio Torrealta, Mitbegründer von Radio Alice, Chefredakteur von RAI news24 und Direktor der Journalismusschule „Lelio Basso“ in Rom.
Franco Berardi „Bifo“, Mitbegründer von Radio Alice, Philosoph und Medientheoretiker (u. a. Come si cura il nazi, Roma 1993; zuletzt Precarious Rhapsody: Semocapitalism and the Pathologies of the Post-Alpha Generation, Autonomedia 2009).
Enrico Palandri, Autor zahlreicher Romane (u. a. Boccalone, L’erba voglio 1979; Der Weg zurück, Fischer 1991), Professor für Italienische Literatur am University College London und an der Università Ca’ Foscari Venezia.
Eine Veranstaltung des TFM – Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien

 ***
kinoki extra
ab 2. Mai 2010
ERSTER MAI

Filmprogramm zur gleichnamigen Ausstellung im österreichischen Museum für Volkskunde (Laudong. 15-19, 1090 Wien) zusammengestellt und moderiert von Ulli Fuchs.

2. Mai 15:00 Uhr
Die Internationale (USA 2000, R: Peter Miller, 30 min, engl.OF)
Primero de Mayo (La Ciudad-fábrica)/ First of May (The City Factory)” (Spanien 2004, R: Marcelo Expósito, 70 min, Spanisch mit engl. UT)
5. Mai 18:00 Uhr
Das Plakat (1. Teil „Arbeitersaga“), Österreich 1990, R: Dieter Berner, 85 min.
5. Mai 20:00 Uhr
1. Mai -Helden bei der Arbeit (D 2008, R: Jan-Christoph Glaser, Carsten Ludwig, Sven Taddicken, Jakob Ziemnicki . 98 min.)

***
kinokis mikrokino #171
Donnerstag, 22. April, 19:00
EINE REISE INS HERZ DES ZAPATISTISCHEN WIDERSTANDS

In San Pedro, Chiapas, mitten im aufständischen Gebiet der Zapatistas, soll Sonia verheiratet werden. Während die Armee der Bundesregierung widerständige Gebiete besetzt und immer weiter vorrückt, wird Sonias Heirat beschlossen – sie bekommt als Brautgeschenk eine Kuh. Doch Sonias Herz schlägt für einen anderen, einen Aufständischen – damit gerät sie nicht nur mit den überlieferten Gebräuchen in Widerspruch sondern auch mit dem revolutionären zapatistischen Gesetz. Der Film reflektiert Sonias Schwierigkeiten in einer generationenübergreifenden Erzählung vor dem Hintergrund der konkreten politisch-militärischen Selbstermächtigung der EZLN. Dieser erste zapatistische Spielfilm aus der Selva Lacandona wurde nicht zuletzt möglich durch die Zusammenarbeit der aufständischen Räteregierungen mit Hermann Bellinghausen, der den indigenen Aufstand seit 1994 journalistisch begleitet.

Corazón del tiempo (Heart of Time)
Mex. 2008, Regie: Alberto Cortés, Buch: Alberto Cortés / Hermann Bellinghausen, Kamera: Marc Bellver, DVD, 90 min., span. + engl. UT.
Anschließend Gespräch mit
Tom Waibel, kinoki
Jens Kastner, Soziologe und Kunsthistoriker
Luz Kerkeling, Filmemacher und Autor (La Lucha sigue - Der Kampf geht weiter, Unrast Verlag 2003)

***
kinokis mikrokino #170
Mittwoch, 17. März, 19:00

VOLKSKRIEG - EIN HEIMATFILM

"Vor der Kulisse der Hallstätter Alpen erzählt 'Volkskrieg - ein Heimatfilm' eine Geschichte über Solidarität und reflektiert dabei aktuelle gesellschaftliche Problemstellungen wie Arbeitsverhältnisse und Migration. Fünf Menschen treffen sich auf einer Almhütte, bilden eine nicht nur kulturell vielfältige Gemeinschaft und schicken sich an, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, um mit natürlicher Selbstverständlichkeit soziale Zwänge zu durchbrechen und Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Die unabhängige Filmemacher/innengruppe RMP132 bedient sich dabei der Stilmittel des Heimatfilms der 50er und 60er Jahre, stellt sich in die Tradition des kritischen Heimatfilms der späten 70er und 80er Jahre und kombiniert dies mit den Möglichkeiten des epischen Theaters." (Pressetext)

Volkskrieg - ein Heimatfilm

A 2008, 82 min. Regie/Buch/Schnitt: Jan Pirker, Kamera: Barbara Wimmer, Produktion: RotesMeidlingProduktion132. Mit Alev Irmak, Mamadou H. Wane, Thomas Hoschek, Wang Zhou, Erland Secrieru u.a.
Anschließend Gespräch mit Jan Pirker (und weiteren am Film Beteiligten).

***
kinoki extra
JENSEITS DER HERKUNFT
BEYOND BELONGING

Veranstaltungsreihe zu Film und Migration im Rahmen des Josefstädter Kulturherbst vom 16.–30.11.2009

Die von Kinoki zusammengestellte Filmreihe verhandelt und untersucht anhand von drei Beispielen die Lebensbedingungen von MigrantInnen in Österreich und zeigt die lebensbedrohenden Umstände der Menschen auf ihren Wegen in die verheißungsvolle Freiheit.

Archiv 2010 - 2004




#168 Fernand Delignys Floß in den Bergen
  Mittwoch, 20. Jänner 2010, 19 Uhr / depot


#169 Was ist Demokratie?
  Mittwoch, 17. Februar 2009, 19 Uhr / depot


#170 Volkskrieg – Ein Heimatfilm
  Mittwoch, 17. März 2009, 19 Uhr / depot





#167 Antworten auf Nichts - Repräsentation autistischer Wirklichkeiten in Film & Medien
  Mittwoch, 16. Dezember 2009, 19 Uhr / depot


#166 Bolivien - Plurinationaler Staat, gespaltene Gesellschaft? Filme von Ismael Saavedra
  Mittwoch, 18. November 2009, 19 Uhr / depot


#165 "Bajo el signo libertario" - Filme der Spanischen Republik
  Mittwoch, 21. Oktober 2009, 19 Uhr / depot


#164 "Was damals Recht war..." - Verfolgung und Desertion von Kärntner Slowenen
  Mittwoch, 7. Oktober 2009, 19 Uhr / depot


#163 Bilder der Krise ­ Krise der Bilder
  Montag, 15. Juni 2009, 20 Uhr / depot


#162 Siehst du, was die Leute wollen? Kunst und Politik im brasilianischen Cine Novo
  Samstag, 16. Mai 2009, 15-18 Uhr / depot


#161 Aufstand in Sobibor
  Dienstag, 21. April 2009, 19 Uhr / depot


#160 ZUOZ - Schule der Elite
  Montag, 2. März 2009, 19 Uhr / depot


#159 Purple, White & Green - Tribute to the Suffragettes
  Montag, 16. Februar 2009, 19 Uhr / depot


#158 HERE TO STAY! Rassismus gegen Schwarze Menschen in Wien
  Montag, 26. Jänner, 19 Uhr / depot


#157 LIP oder die Macht der Phantasie
  Montag, 1. Dezember 2008, 19 Uhr / depot


#156 Hilde Zimmermann – Erinnern, zweifeln, handeln
  Donnerstag, 13. November 2008, 19 Uhr / depot


#155 Sneaker Stories
  Montag, 27. Oktober 2008, 19 Uhr / depot


#154 Die Schule demokratisieren
  Montag, 29. September 2008, 19 Uhr / depot


#153 Alles Fußball oder was?
  Dienstag, 10. Juni 2008, 19 Uhr / depot


#152/2 Jugoslawien: Wiederaneignung der Geschichte
  Freitag, 6. Juni 2008, 19 Uhr / depot


#152/1 Želimir Žilniks "Kenedi“-Trilogie
  Donnerstag, 5. Juni 2008, 19 Uhr / depot


#151 ArbeiterIn, hörst du es nicht?
  Montag, 28. April 2008, 19 Uhr / depot


#150 Die Bilder des Zeugen Schattmann
  Donnerstag, 6. März 2008, 17 Uhr / depot


#149 Howard Zinn: You Can't Be Neutral On A Moving Train - Eine amerikanische Lebensgeschichte
  Montag, 25. Februar 2008, 19 Uhr / depot


#148 Dollfuß contra Vertov. Der Wiener Prozess um "Enthusiasmus" 1932
  Montag, 28. Jaenner 2008, 19 Uhr / depot


#147 "Endlich ein Afrikafilm ohne Weiße"
  Dienstag, 18. Dezember 2007, 19 Uhr / depot


#146 kinoki trifft Sputnik
  Dienstag, 13. November 2007, 19 Uhr / depot


#145 Hesus Rebolusyonaryo / Hesus the Revolutionary
  Dienstag, 16. Oktober 2007, 19 Uhr / depot


#144 Newsfront. Die Medien und der Irakkrieg
  Dienstag, 5.Juni 2007, 19 Uhr / depot


#143 Ravensbrückerinnen
  Dienstag 15. Mai.2007, 19 Uhr / depot


hinweis Filmschau und Diskussion zu Peter Watkins. Österreichisches Filmmuseum in Kooperation mit kinoki
  25. April bis 4. Mai 2007


#142 Vichy-Regime und Shoah: La mémoire des enfants
  Dienstag, 17.April 2007, 19 Uhr / depot


#141 Romane Apsa - Roma in der Slowakei

Dienstag, 13.März 2007, 19 Uhr / depot


#140 ALMfilm: Erkenntnisgewinn durch zuhören können
  5. Dezember 2006, 19 Uhr / depot


#139 Kärnten. Slowenenfrage? Naziproblem! Koroška. Vprašanje Slovencev? Problem nacistov!
  7. November 2006, 19 Uhr / depot


#138 Schwarze filmische Perspektiven
  3. Oktober 2006, 19 Uhr / depot


#137 Großvater, wer warst du?
  14. September 2006, 19 Uhr / depot


special Kämpfe um Freiräume. Videos der Medienwerkstatt Wien (1979/80)

Dienstag, 27. Juni 2006, 20 Uhr, Amerlinghaus, http://www.amerlinghaus.at/


#136 Die filmische Brücke. Jüdisches Gedächtnis im Dokumentarfilm

Mittwoch, 7.Juni 2006, 19 Uhr / depot


#135 Lateinamerika – Chronik einer Plünderung

Mittwoch, 3.Mai 2006, 19 Uhr / depot


#134 Exile Family Movie

Donnerstag, 6. April 2006, 19 Uhr / depot


#133 "Das Kapital" verfilmen

Donnerstag, 16.März 2006, 19 Uhr / depot


#132 Zur Revolte in Frankreich

Dienstag, 7.Februar 2006, 19 Uhr / depot


#131 Chris Marker: Rot liegt in der Luft

Dienstag, 10.Jänner 2006, 19 Uhr / depot


#130 Hvala partizanke! Der jugoslawische PartisanInnenfilm seit 1945

Dienstag 6. Dezember 2005, 19 Uhr / depot


#129 Hito Steyerl: November

Dienstag, 1.November 2005, 20 Uhr / depot


#128 Zelimir Zilnik: Ein Gastarbeiter im Paradies

Dienstag, 4.Oktober 2005, 20 Uhr / depot


#127 Shocking and awful. Friedensbewegung und Community Media in den USA (mit Deedee Halleck und Joel Kovel, NYC)

Dienstag 28.6.2005, 20 Uhr, HTU CineStudio


#126 "Das Herz der Welt schlug in Wien" Zwei Filme der Linken im Kalten Krieg (in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria)

Dienstag 10.5.2005, 21 Uhr, Metro Kino


special Wider das Verdrängen und Vergessen.
11 Film- und Diskussionsmodule gegen die Gedankenlosigkeit des Jubiläumsjahres



special Hvala Partizanke! Warum fehlt die Position der PartisanInnen im audiovisuellen Gedächtnis der zweiten Republik?

Filmprogramm im Rahmen der Diagonale 2005, Mittwoch 16.3.2005,16 Uhr, KIZ, http://www.diagonale.at


#125 Erinnerungen an Zwangsarbeit und Arbeitsmigration (in Kooperation mit dem Büro für ungewöhnliche Maßnahmen)

Montag, 21. März 2005, 20 Uhr, Kunsthalle Wien / project space karlsplatz


#124 Rom Sam. Ich bin Mensch. Ich bin Zigeuner. Vier Filmabende zum 10. Jahrestag des Attentats von Oberwart (in Kooperation mit dem Aktionsradius Augarten)

Dienstag, 1. Februar bis Freitag 4. Februar 2005, jeweils 19.30 Uhr, Aktionsradius Augarten


#123 Thomas Tode: NS-Verbrechen und Re-Education – Filme der Alliierten nach 1945

Montag, 17. Jänner 2005, 20 Uhr / depot


#122 Von der Dreigroschenoper zum NoBorderLab. Filme rund ums Ernst Kirchweger-Haus

Montag, 20.12.2004, 20 Uhr / Ernst Kirchweger Haus EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien


#121 Hanne Hiob: Hiobsbotschaft oder Furcht und Elend des Dritten Reiches

Montag, 6. Dezember 2004, 20 Uhr / Votiv Kino, Studio, http://www.votivkino.at


#120 Von der Obdachlosigkeit (in Kooperation mit dem "Augustin")

Montag, 15. November 2004, 20 Uhr / Aktionsradius Augarten


#119 Anlässlich der US-Präsidentschaftswahlen

Montag, 1. November 2004, 20 Uhr / Ernst Kirchweger-Haus (EKH)


#118 Venezuela von unten

Montag, 18. Oktober 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#117 Präventivoffensive Gegenjubiläum 2005: Wolfgang Liebeneiner oder Wovon wurde Österreich befreit?

Montag, 4. Oktober 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#116 Kinoki in Amerika. Filmarbeit im Kontext des Zapatistischen Aufstands

Montag, 21. Juni 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#115 Paper Tiger TV. Aktuelle Videos aus den USA

Montag, 7. Juni 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#114 Thomas Tode: Der schöne Mai

Montag, 17. Mai 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#113 Aus Anlass des 5. Todestages von Marcus Omofuma: Strategien filmischer Selbstermächtigung gegen Rassismus

Montag, 3. Mai 2004, 20 Uhr / 7*STERN


special 30 Jahre Nelkenrevolution

Samstag 24. April 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#112-2 Geteilte Geschichte II (Teil 2)

Dienstag 27. April 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#112-2 Geteilte Geschichte II (Teil 1)

Montag 26. April 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#112-1 Geteilte Geschichte I (Teil 2)

Dienstag 20. April 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#112-1 Geteilte Geschichte I (Teil 1)

Montag 19. April 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#111 Achternbuschs Passion Christi

Montag, 5. April 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#110 Hanne Hiob: Die Ermittlung – 40 Jahre Frankfurter Auschwitz-Prozess

Montag, 15. März 2004, 19 Uhr / 7*STERN


special kinoki goes Diagonale: Filme, die wir nicht sehen koennen

Filmprogramm und Diskussion Diagonale 2004


#109 mikrokino im Rahmen von "KünstlerInnen agieren nach dem Tod von Seibane"

Montag, 8. März 2004, 18.30 Uhr, WuK


#108 Samir: Forget Bagdhad – Bild, Gedächtnis und Subjektivität im Nahen Osten

Montag, 1. März 2004, 20 Uhr / 7*STERN


#107 Kärntner PartisanInnen / Koroski Partizani in Koroske Partizanke

Montag, 16. Februar 2004, 20 Uhr / 7*STERN